Sorbisches Gymnasium Bautzen

Eröffnung des Lehrpfades zum Leben der Sorben in Varnsdorf nach 1945

Am Freitag, den 15. November 2024, wurde der Lehrpfad zum Leben der Sorben in Varnsdorf nach 1945 feierlich eröffnet. Organisiert wurde dieses bedeutende Projekt von Dr. Jana Piňosová und Dr. Robert Lorenz vom Sorbischen Institut in Bautzen. An der Umsetzung haben die Schüler des Tschechisch-Kurses der 12. Klasse des Sorbischen Gymnasiums in Bautzen gemeinsam mit den Schülern des Gymnasiums in Varnsdorf gearbeitet.

Im Rahmen des Projektes, welches anderthalb Jahre dauerte, führten die Schüler unter anderem zweitägige Workshops in Bautzen und Varnsdorf durch. In den Unterrichtsstunden entwickelten sie ein Logo, suchten nach Zeitzeugen und führten Interviews mit ihnen. Ein wichtiger Bestandteil des Projekts war auch der kulturelle Austausch: Der kleine Chor, die Tanzgruppe und die Dudelsackspielerin des Sorbischen Gymnasiums bereiteten ein Konzert in der Aula des Gymnasiums in Varnsdorf vor. Zudem wurden Texte und Informationen für die Informationstafeln vorbereitet und Tonaufnahmen in allen drei Sprachen erstellt.

Die Eröffnungsfeier begann am 15.11.2024 um 15 Uhr vor dem Schulgebäude in Varnsdorf mit einer Einführung durch Dr. Jana Piňosová, Dr. Robert Lorenz und M. Hrabal. Um 15:30 Uhr wurden historische Dokumente aus dem sorbischen Alltag in Varnsdorf sowie Fotos aus dem Projekt „Lehrpfad“ präsentiert. Um 16 Uhr übernahmen die Schüler beider Schulen die Moderation der Veranstaltung (von unserer Schule moderierte Sofia Hantschick aus der 12. Klasse). Musikalisch unterstützt wurde die Feier von der Musikschule Varnsdorf.

Grußworte sprachen unter anderem Jan Šimek, Bürgermeister von Varnsdorf, František Paulus, stellvertretender Direktor des Gymnasiums Varnsdorf, René Jatzwauck, Schulleiter des Sorbischen Gymnasiums Bautzen sowie Theresia Schön, ehemalige Schulleiterin des Sorbischen Gymnasiums Bautzen. Jakob Venoss, Vertreter des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, welcher das gesamte Projekt finanziell unterstützte und Dawid Statnik, Vorsitzender der Domowina in Bautzen, sprachen ebenfalls zu den Anwesenden.

Besonders berührend war der Auftritt von drei Zeitzeugen – ehemaligen sorbischen Schülern in Varnsdorf – welche von ihren Erfahrungen und Erinnerungen an die damalige Schulzeit berichteten. Die Veranstaltung endete mit einer Danksagung an alle Beteiligten und einem kleinen Buffet.

Nach 1,5 Jahren intensiver Arbeit an diesem Thema wurde das Projekt erfolgreich abgeschlossen und die Informationstafeln in Varnsdorf aufgestellt. Der Lehrpfad wird nicht nur das Wissen über die sorbische Kultur und Geschichte fördern, sondern auch den interkulturellen Austausch zwischen beiden Schulen und Ländern stärken. Wir danken allen Beteiligten für ihr Engagement und ihre Unterstützung!

PhDr. Jana Štillerová

 

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Exkursion nach Prag: Ein unvergessliches Abenteuer für die 8. Klasse

Vom 1. bis 2. Oktober 2024 unternahmen die Tschechisch-Schüler der 8. Klasse eine spannende Exkursion nach Prag. Die Reise begann mit einer Zugfahrt von Bautzen nach Liberec, gefolgt von einer komfortablen Busfahrt mit dem Regio-Jet von Liberec nach Prag. Die Schüler waren voller Vorfreude auf die Erkundung der tschechischen Hauptstadt.


In Prag angekommen, nutzten die Schüler die U-Bahn und die Straßenbahn, um sich in der Stadt fortzubewegen. Ihre Unterkunft war das Hostel Franz Kafka, das sich in der Altstadt, ganz in der Nähe des berühmten Altstädter Rings im jüdischen Viertel, befand. Diese zentrale Lage ermöglichte es den Schülern, die Stadt bequem zu erkunden.

Ein wichtiger Bestandteil der Exkursion war die Präsentation, die die Schüler im Unterricht vorbereitet hatten. Jeder Schüler hatte eine Sehenswürdigkeit auf dem Königsweg ausgewählt und diese in einem Vortrag vorgestellt. Diese Präsentationen wurden gefilmt, um einen Film über Prag zu erstellen, der die Erlebnisse und das Wissen der Schüler dokumentiert.

Die kulinarischen Erlebnisse kamen ebenfalls nicht zu kurz. Zum Abendessen besuchten die Schüler das Restaurant Korona, wo sie die Möglichkeit hatten, ihre Gerichte selbst zu bestellen. Am nächsten Morgen stärkten sie sich in der Bäckerei Antonínovo, wo sie ebenfalls ihre Frühstücksbestellungen selbst aufgaben. Diese Erfahrungen förderten nicht nur die Selbstständigkeit der Schüler, sondern prüften auch die Tschechisch-Kenntnisse.


Am zweiten Tag stand der Besuch des Petřín-Turms auf dem Programm. Leider war die Seilbahn aufgrund von Wartungsarbeiten außer Betrieb, sodass die Schüler den gesamten Berg zu Fuß erklimmen mussten. Der Petřín-Turm, der dem Eiffelturm in Paris nachempfunden ist, bot eine atemberaubende Aussicht auf Prag. Leider war der Tag von Nebel geprägt, was die Sicht etwas einschränkte, dennoch waren die Schüler begeistert von der Aussicht und der Anstrengung, die sie auf sich genommen hatten.

Der letzte Programmpunkt war der Besuch des Spiegellabyrinths. Die Spiegel reflektierten die Besucher aus verschiedenen Perspektiven, was zu lustigen und überraschenden Momenten führte. Die Schüler konnten sich selbst in verschiedenen Größen und Formen sehen, was oft zu Lachen und Staunen führte.

Die Exkursion endete mit der Rückfahrt nach Bautzen, wieder mit dem Bus und dem Zug.

Insgesamt war die Exkursion nach Prag ein voller Erfolg. Die Schüler konnten nicht nur viel über die Geschichte und Kultur der Stadt lernen, sondern auch ihre Teamarbeit und Präsentationsfähigkeiten unter Beweis stellen. Die Erinnerungen an diese Reise werden sicherlich noch lange in den Köpfen der Schüler bleiben.

PhDr. Jana Štillerová

 

 

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